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Sehenswürdigkeiten
von Andros
Agios
Petros Turm
Zoodochos
Pigi Kloster
Panachrandou
Kloster
Paleopoli
Altes
Zagora
Pano
Kastro (obere Burg)
Architektur
Museen
und Veranstaltungen
Agios Petros Turm
Der
Agios (Heiliger) Petros Turm, hellenistische Epoche (4. - 3. Jh. v. Chr), ist
einer der besterhaltenen der Kykladen. Der zylinderförmige Bau hat eine Höhe
von 20m. Das Fundament hat einen Durchmesser von 9.40m und ist mit lokalen
Schiefersteinen gebaut. Im Inneren gibt es eine Wendeltreppe, die in der
Vergangenheit zu mindestens fünf Etagen führte.
Der
Turm ist an einem idealen Ort errichtet, da er Gavrio Bereich und die Sewege übersieht.
In der nahe gelegenen Umgebung gibt es Kupfer- Bergwerke, die bis Anfang des 20.
Jh. noch in betrieb waren, mit Anzeigen über alte ähnliche Tätigkeiten in der
Antike. Offensichtlich war Zweck dieses Denkmales die Kontrolle über Land und
Meer.

Zoodochos Pigi Kloster
Das
größte Kloster auf Andros ist Zoodochos Pigi oder Agia, wie es von den
Einheimischen genannt wird. Es ist nicht bekannt, wann es errichtet wurde. Nach
unbestätigten Quellen, sollte zu byzantinischer Zeit eine Schule sein und erst
842 machte Kaiserin Theodora ein Kloster daraus. Es wird auch berichtet, dass
viele adlige Leute dort zur Schule gingen, die viele Priester, Bischöfe und
sogar Patriarchen hervorbrachte. Das Kloster wird zum ersten Mal in einem
Dokument erwähnt, das bis 1400 zurückgeht, während in der Kirche es eine
datierte Ikone um 1325 gibt. Es wurde im 16. Jh. restauriert und im 20. Jh.
wurde seine ursprüngliche byzantinische Form geändert. 1928 wurde es zu einem
Nonnenkloster und heute lebt nur noch eine alte Nonne dort. Die Kirche des
Klosters gebaut im byzantinischen Stil mit einem holzgeschnitzten Ikonenwand und
Malereien, die in der spätbyzantinischen Zeit zu datieren sind. Es gibt auch
Ikonen aus dem 14. und 16. Jahrhundert. Zusätzlich gibt es eine reiche
Bibliothek mit Büchern und Manuskripten, ein Museum mit heiligen Gewändern und
andere Sachen und eine kleine Ansammlung prähistorischer Werkzeuge. Das Kloster
feiert jedes Jahr, am ersten Freitag nach Ostersonntag.

Panachrandou
Kloster
Das
Kloster, das nach alten Überlieferungen im 9. Jahrhundert vom byzantinischen
Kaiser Nikiforos Fokas errichtet wurde, liegt hoch an der Nordseite des Berges
„Gerakones“. In dem von einer starken Mauer umgebenen Gebäude, können Sie
viele wertvolle Relikte aus vergangener Zeit sehen. Außerdem bewundern Sie die
ausgezeichnete Aussicht zu Andros (Chora) und die Gastfreundschaft der zwei Mönche.

Paleopoli
Paleopoli
ist die alte Stadt von Andros, die Ihre Blüte von der klassischen bis zur römischer
Zeit erlebte. Heute ist es ein malerisches grünes Dorf am Hang des Berges
„Petalo“, auf dem es die vermutlich einzigartigen Wasserfälle der Kykladen
gibt. Im Ort sind eine Taverne und Cafés zu finden. Hier haben Sie die
Gelegenheit das
archäologische Museum
zu besuchen, in dem wichtige Entdeckungen von den Ausgrabungen der Umgebung
ausgestellt sind. Die alte Stadt hat viel tiefer gelegen, in der Nähe des
Hafens, wo die fast versunkene Mole noch zu sehen ist. Die Straße erreicht den
niedrigsten Punkt des Dorfes und von dort führt ein Weg zum Meer. Die Mutigen können
an der Asphaltstraße parken und gehen die Treppe, die zum Dorf führt,
hinunter, wandern herum und gehen dann bergab weiter. Ein gut erhaltener Weg führt
zum Meer, in einer Reise durch die Zeit. Ein wundervolle Strecke bis zu einer
malerischen Quelle, in der die Steinbänke aus den alten Steinen gebaut sind.
Die Kühe bindet man heute noch an alte Kapitells und einige Ställe werden auf
alte Pfosten (pessos) gestützt. Werfen Sie einen Blick auf die frühchristlichen
Kirchen, die alte Mauer und schwimmen Sie im antiken Hafen. Entspannen Sie sich
und machen Sie eine Pause, es warten nur 1039 Stufen auf Ihren Rückweg.

Altes
Zagora
Die
Zagora Halbinsel ist nach 45 Minuten Wandern zu erreichen, indem Sie den
Wanderweg, der von „Stavropeda“ beginnt, nehmen. Der Weg ist gekennzeichnet
und ist sehr interessant. Die alte Siedlung von Zagora befindet sich auf der
steilen Hochebene (160m Höhe) der Halbinsel. Die Ausgrabungen, die zwischen
1960 und 1972 stattfanden, holten einen großen Teil der alten Siedlung ins
Licht. Sie wurde vom 10. Jh. v. Chr. bis Ende des 8. Jh. v. Chr. bewohnt. Sie
wurde durch eine starke Mauer, 110m lang 2m bis 4.80m breit und 3m hoch, geschützt.
Der Eingang war durch ein großes Tor. Innerhalb der Siedlung gab es ein
Heiligtum, hergestellt im 8. Jh. v. Chr. und bestand bis ins klassische
Zeitalter. Obwohl die Siedlung schon drei Jahrhunderte vorher verlassen wurde.
Die Häuser wurden mit Schieferplatten gebaut und die Dächer mit Schlamm
bedeckt. Sie bestanden normalerweise aus einem großen rechteckigen Raum mit
einer Feuerstelle in der Mitte, einem seperaten Lagerraum aus steinernen Stützen
für die Aufbewahrung der großen Tongefäße, einem Stall und einem Hof.
Besonders interessant ist, dass die gleiche Technik für das Errichten der
Bauernhäuser noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts angewandt wurde. Die Funde
der Grabungen sowie eine Darstellung eines Hauses und des Heiligtums werden im
Archäologischen Museum in Andros (Chora) ausgestellt.

Pano Kastro (obere Burg)
Pano
Kastro (obere Burg) oder Faneromeni-Burg oder Burg der „alten Dame“ war die
stärkste und größte Stadt auf der Insel während des Mittelalters. Sie wurde
von Venezianern auf einem Hochplateau nördlich von Ormos auf einer Höhe von
600m errichtet. Sie konnte ungefähr 1.000 Menschen schützen und sie galt als
uneinnehmbar dank der hohen Felsen und der starken Mauer, die sie umgab. Ihre
Geschichte ist unbekannt und dies ist der wahrscheinliche Grund für die Mythen,
die mit ihr verbunden sind. Der bekannteste Mythos ist, dass die türkischen
Besetzer, die die Burg nicht erobern konnten, eine alte Dame mit ihrer
schwangeren Tochter um Hilfe bittend zu den Toren der Festung schickten. In der
Nacht öffnete die alte Dame das Tor und ließ die türkischen Eroberer in die
Burg eindringen. Alle Bewohner wurden von den Türken niedergemetzelt. Später
hatte die alte Dame die Tat fürchterlich bedauert und stürzte sich vor Schande
von einer hohen Felsspitze ins Meer. So bekamen zwei sehenswerte Orte ihren
Namen: die Burg der „alten Dame“ und der wunderschöne Strand Grias
Pidima („der Sprung der alten Dame“), der unterhalb des Burgfelsen
liegt. Die Burg ist über eine Straße bei Kochilou erreichbar und man kann
Ruinen der Häuser, Kirchen und Zisternen besichtigen, sowie die später neu
gebaute Faneromeni-Kirche sehen. Vom Felsen hat man einen fantastischen Ausblick
auf das ägäische Meer.

Architektur
Die
Architektur der Insel folgt nicht den strengen Richtlinien des traditionellen
Baustil der Kykladen-Inseln. Typische Bauten nach ägäischem Baustil
koexistieren mit neoklassischen Gebäuden, venezianischen Turmhäusern und
Steinhäusern. Der überwiegend anzutreffende Baustil auf Andros nennt sich „Makrinari“,
der sich in Turmhäusern, Bauernhäuser und Villen der Kapitäne und reichen
Kaufleute wiederfindet.
Andere
interessante Gebäude mit speziellen Elementen sind „Konakia“ (kleine
Bauernhofhäuser), die Quellen mit dem charakteristischen „Busunari“
oder mit Dach, Wassermühlen und Taubenhäuser (Peristeriones). Weitere
Merkmale der Architektur von Andros sind, die unverputzen Schieferplattenmauern,
das „Sardeloma“ (Verputzte Wände mit waagerecht eingeritzten
Linien), die „Kanalos“ (Regenwasserablauf an Gebäuden) und „Stimata“
(die aufrecht stehenden Schieferplatten in den Wänden und Mauern). Viele, der
aus Schiefer gebauten Steinbrücken sind noch gut erhalten. Sie waren Teil des
alten Transportnetzes und durch ihre einfache Bauweise harmonisieren sie gut mit
der Landschaft.
Am
Anfang des 20. Jahrhunderts gab es noch ungefähr 150 Wassermühlen, die noch in
Betrieb waren. Im Tal von „Dipotamata“, beginnend bei „Gianisaio“ bis
zur „Sineti“-Bucht sind noch einige gut erhaltene Mühlen zu besichtigen.
Das Tal wurde zum Naturschutzgebiet erklärt und die Gebäude als
vorindustrielle Monumente bezeichnet. Eine ähnliche Mühlenanlage können Sie
in „Frousäi“, in der Nähe von „Amolochos“, wiederfinden. Einzelne
Wassermühlen sind über die ganze Insel verteilt. Desweiteren gibt es auf der
Insel Windmühlen, besonders zu erwähnen ist die in Griechenland seltene Bauart
des horizontal angebrachten Windrades. Ín „Episkopio“ können Sie dieses
seltene Bauwerk besichtigen.

Museen
und Veranstaltungen
Aufgrund
der Austellungen und Veranstaltungen könnte man die Insel als die kulturelle
Hauptstadt der Kykladen-Inseln nennen.
Die
Vasilis und Elisa Goulandris-Stiftung organisiert jeden Sommer im
Museum
der modernen Kunst Austellungen von internationaler Größe und zieht
tausende Besucher an.
Die
Petros und Marika Kydonieos-Stiftung organisieren die Kunst- und
Musikveranstaltung „Ploes“.
Die
Kairios-Bibliothek leistet einen großen Beitrag zur Förderung der geistigen
Bildung und Recherche der Inselbewohner und der kulturellen Tradition der Insel.
Die Bibliothek hat eine umfangreiche Sammlung seltener Publikationen,
Manuskripten und ein historisches Archiv sowie verschiedene wertvolle Gemälde.
Die Bibliothek beschränkt sich nicht nur auf die vorher genannten Tätigkeiten,
sondern ist auch aktiv im Umweltschutz.
Die
beiden Archäologischen Museen von
Chora
(Andros) und
Paleopoli,
sowie das
Maritime Museum in Chora
leisten einen großen Beitrag zur kulturellen Vielfältigkeit der Insel bei.

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